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Das Theater im Puppenpavillon Bensberg - damit die Welt ein wenig heiterer wird 
Jahrzehnte gibt es ihn nun schon, den Puppenpavillon Bensberg
Foto:
24.01.2015.....Reunion im Puppenpavillon: Das alte Team war einmal wieder zusammen - Heide Hamann (Puppenspielerin, Theatergründerin und -leiterin), Gundula Mehlfeld (Puppenspierin), Kolja Wlazik (ehemals Puppenspieler - arbeitet heute in einem anderen Beruf), Anny Krumbe (20 Jahre lang Büromitarbeiterin) und Gerd J. Pohl, nur Ausstatterin Nanda Tillmann fehlte krankheitsbedingt. Fast war's wie früher - eine tolle Truppe! (Foto: H.N.)

Informationen zum Puppenpavillon Bensberg finden sich ebenso wie der aktuelle Spielplan auf der Homepage (siehe Link oben rechts).
Telefonisch ist der Puppenpavillon unter 02204 / 54 636 zu erreichen. Ein Besuch lohnt sich immer, Karten sollten wegen der meist großen Nachfrage aber stets per Telefon reserviert werden.
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Puppenpavillon Bensberg - damit die Welt ein wenig heiterer wird

Mehr als 30 Jahre gibt es ihn nun schon, den "Puppenpavillon Bensberg". Längst ist das kleine Puppentheater auf dem Schulhof der Johannes-Gutenberg-Realschule an der Kaule eine feste Größe im Kulturangebot des Kölner und Bergischen Raums geworden, von Nah und Fern strömen Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zu den Bensberger Puppenspielern.
Zunächst befand sich der Puppenpavillon in den Räumlichkeiten der früheren Stadtbibliothek in der Graf-Adolf-Straße, doch sehr schnell wurde dieser Raum zu klein, sodass die Puppenspieler in den heutigen Puppenpavillon umziehen mussten. Dort gibt es einen Theatersaal für rund 80 Personen sowie einen urgemütlichen Seminarraum für Workshops, Puppenspielertreffen und das Zusammensein der Künstler mit ihrem Publikum.
Gerd J. Pohl übernahm die Leitung zum 1.1.2009

Theatergründerin Heide Hamann wurde zum Abschied mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet.
Heide Hamann, Gründerin des Puppentheaters an der Kaule, ging zum 1. Januar 2009 in den Ruhestand und übergab die Theaterleitung an ihren Kollegen und langjährigen Freund Gerd J. Pohl.
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Fotoalbum zum Theater im Puppenpavillon Bensberg von BiB
Puppenpavillon - Die Website!
REPORTAGE - Einblicke in das Theater im Puppenpavillon in Bensberg
- Gerd J. Pohl - Der Herr der Puppen
Von Helga Niekammer - Foto/Text
Max wirkt nervös. Er rutscht ein wenig auf der Bank hin und her. Seine unmittelbaren Nachbarinnen Lisa und Paula blicken derweil gelassen auf den blauen – in warmes Licht gehüllten – Samtvorhang. Die Kinder warten im Puppenpavillon auf den Auftritt von Kasper, der als Holzfäller im Wald arbeitet. „Kasper und die drei Wünsche“ heißt das Stück, geeignet für Kinder im Alter von 3 bis 9 Jahren..
Puppenspieler Gerd J. Pohl haucht den Handpuppen Leben ein. Tritt mit seinen kleinen Zuschauern in einen Dialog. Durch die Aktion der Kinder ist das aufgeführte Stück in Nuancen immer anders. Ein starres Programm gibt es nicht.
Groß die Konzentration, wenn es spannend wird. Wenn Kasper von einem kleinen Feenwesen drei Wünsche eingeräumt bekommt. Strahlende Blicke und großes Juhu, bei spaßigen Szenen. Die Kinder bauen im Verlauf der Aufführung eventuelle Ängste ab. Tauchen ein in eine Geschichte und haben hier oft ein erstes, „umfassendes“ Theatererlebnis. Im Alter von 3 Jahren knüpfen die Mädchen und Jungen ihre ersten Kontakte mit der Theaterlandschaft. Werden sanft einbezogen in jede Phase der Theaterwelt.
„Theater mit Kindern leben“ – so Gerd J. Pohl, Erzieher und Leiter des Puppenpavillons, beginnt schon an der Kasse. Der pädagogische Hintergrund macht den Puppenpavillon zu einer Besonderheit in der Theaterlandschaft. Hier wird das Interesse am Theaterspiel von Kindern und Erwachsenen geweckt.
Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass der Puppenpavillon ein "Aushängeschild" ist, das Gäste von zum Teil weit außerhalb nach Bergisch Gladbach lockt. Das Einzugsgebiet umfasst das Bergische Land bis hin nach Remscheid und Gummersbach, die Leute kommen häufig auch eigens aus Köln zu den Aufführungen, und selbst aus Bonn und Aachen kommen Stammzuschauer.
Streng sind die Maßstäbe in Sachen Altersbeschränkung für den ersten Besuch im Puppentheater. Die Regeln basieren auf jahrelanger Erfahrung, so Gerd J. Pohl. Diese Grundsätze sind nötig im Interesse der Kinder. Zweijährige sind selbst mit einem Kasperlespiel überfordert. Sie können erschrecken, wird es hell oder dunkel im Saal oder bei lauten Stimmen. Ein Merkblatt – an der Kasse hinterlegt – klärt die Erwachsenen auf in Sachen Altersbeschränkung, nennt die Hintergründe.

Kindergartenkinder und Schulklassen von der ersten bis dritten Klasse sind besuchen den Puppenpavillon regelmäßig. Gerd J. Pohl bedauert, dass er die Altersklasse ab der Pubertät bis ins Erwachsenenalter weniger gut erreicht. In der Altersklasse der 10 bis 13jährigen sieht Pohl eine pädagogische Aufgabe: Das Puppenspiel zielorientiert einsetzen und bei Schülern etwas auslösen! Da Gelder für die Jugendarbeit leider eingefroren sind, ist eine Perspektive für solch eine Arbeit nicht gegeben.
Kleine Lichtblicke bilden Workshops für Lehrkräfte. Im Puppenpavillon erfahren Pädagogen dass es möglich ist, durch den Einsatz kleiner Handpuppen mehr an Feinheit zu übermitteln als in langen Gesprächen. Wie soziales Miteinander aussieht, lässt sich so spielerisch, kindgerecht, ruhig und liebevoll erklären.
Pohl sieht für das Theaterspiel auch in den Offenen Ganztagsschulen eine gute Adresse. In kleinen Gruppen möchte er mit Jungen und Mädchen im Puppenpavillon arbeiten. Die älteren Kinder aber in der jeweiligen Schule aufsuchen.
Ein wichtiger Gedanke: Die Öffentlichkeit und die Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik sensibilisieren für die KUNST des Puppenspiels und für seine Möglichkeiten im Rahmen der kulturellen Jugendarbeit, was allerdings auch einen beständigen Kampf bedeutet gegen das immer noch existierende Image des Puppenspiels als harmlose Kinderbelustigung.
Ziele: Durch die Reisetätigkeit das Theaterspiel auch zu denen bringen, die von sich aus so ohne weiteres kein Theater besuchen können, beispielsweise zu Kindern in sozialen Brennpunkten oder in Kinderkrankenhäusern, zu Behinderten und alten Menschen in Pflegeheimen.
Was lieben sie, die betagten Senioren: Sie lieben Die Geschichten der Gebrüder Grimm! An die Erzählungen erinnern sie sich bestens. Frauen sind sofort begeistert bei der Sache. Wogegen die Herren der Schöpfung dem Puppenspiel mit Märcheninhalt eher kritisch gegenüberstehen. Das ändert sich nach der Aufführung weiß Pohl zu berichten. Erinnert sich an Momente, wo plötzlich wieder ein Leuchten in den Augen der ans Bett gebundenen Patienten aufkeimt.
Hier würde Pohl gerne ansetzen – weitermachen. Hofft auf Sponsoren, die es ihm ermöglichen diese Aufgabe ein bis dreimal monatlich in Angriff zu nehmen.

Wie aber kam Gerd J. Pohl zum Puppentheater?
Infiziert durchs Puppentheater. Denn mit 4 oder 5 Jahren saß er selbst zum ersten Mal vor einem Puppentheater im Rahmen eines Kindergarten-Sommerfestes in seiner Heimatstadt Bonn-Bad Godesberg. Unmittelbar stand der Berufswunsch "Puppenspieler" fest. Mit 12 Jahren spielte er das erste Mal öffentlich im Rahmen eines UNICEF-Kinderfestes in den Bonner Rheinauen erstmals in einem Programm gemeinsam mit Willy Millowitsch, der Jahre später ein guter Freund werden sollte.

Mit 16 Jahren gründete er die Piccolo Puppenspiele, die dann langsam zur Berufspuppenbühne heranwuchsen. Seit 1996 gastiert Pohl regelmäßig im Puppenpavillon und war seit 1997 Ensemblemitglied beim "Kleinen Prinzen", wo er die Rollen des erkrankten Rudolf Fischer übernahm. Zwischenzeitlich Berufsausbildung zum Erzieher und Theologiestudium, seit 2009 - Intendant des Puppenpavillon.

Die Arbeit mit den Puppen ist anstrengend – auch körperlich – erzählt Gerd J. Pohl weitere. Das Erlernen der Texte fällt ihm nicht sonderlich schwer. Die Entstehungsgeschichte eigener Stücke baut sich auf. Durch Beobachtungen der Menschen, Literatur, Märchen, Sagen, Landschaften und mystischen Geschichten.
Und, dass Theaterfiguren auch nicht 100% sicher sein können auf der Bühne, ist eine weitere Geschichte. So geschehen in „Faust“ (Bühnenstück für Erwachsene). Gab es in der Urfassung 22 Figuren - sind es jetzt nur noch 14. Was vom Wesentlichen ablenkt, wird verworfen.
„Theater, das bedeutet Reduktion auf das Wesentliche und Wahrhaftige“. - „Der Platz für die Phantasie muss frei bleiben – das gelingt nur, wenn das Stück offen ist“!

Neue Pläne fürs Erwachsenenprogramm gibt es schon: "DRACULA" als Mischung aus Puppenspiel, Schauspiel und Lesung, sehr grotesk. Und – Gerd J. Pohl denkt an ein kabarettistisches Nummernprogramm – geschrieben für die Puppen. Mit einer besonderen Aufführung von „Faust“ begeisterte der Puppenspieler bereits. Gut besucht sind stets die Abende mit den gruseligen Geschichten von Edgar Allen Poe.

Im Puppenpavillon warten auf die kleinen und großen Gäste unter anderem:

Roderick Rattenschwanz,
der Schlupf-Mupf,
das sehr beliebte Mäusepärchen Eugen und Wilma,
der Schmolltroll,
das Hupp-Wupp,
die Töris,
der kleine Zwilch Plum,

um mal ein paar Namen zu nennen, die typisch sind für den Puppenpavillon und nicht für jedes x-beliebige Kasperletheater. Aber ansonsten gibt's natürlich auch im PP alle möglichen Großmütter, Hexen, Könige, Feen, Drachen, Gespenster, Teufelchen, Räuber, Prinzessinen und Zauberer ...

Einzelheiten zum laufenden Programm:
Theater im Puppenpavillon
51429 Bensberg, Kaule (Gelände Johannes-Gutenberg-Realschule, Kaule 3)
Infos/Kartenreservierung: 02204/54 636

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Lesung aus dem neuen Roman von Jason Dark mit Gerd J. Pohl im Spiegelsaal des „Bergischen Löwen“

Ich höre die Geschichte…. und erfahre……..

„Sie näherten sich ihm auf tückische Weise…. Teufel im Engelsgewand…. aber ebenso seine Puppen….. die ihre zarte Unschuld verloren haben und als bösartige Vampire den Hals des Puppenspielers erobern…wollen. Ein, oder mehrere Blicke riskiere ich in die spiegelnde Deckenfläche des Spiegelsaals „Bergischer Löwe“. Vielleicht erblicke ich hier – am 17. Januar 2013 - eines der kleinen „Vampir-Püppchen“ mit den scharfen, Zähnen die ihrem Herrn und Meister Pole augenscheinlich an den Kragen wollen. Sie, die immer in ruhiger, gelassener Freundlichkeit verharrten und nur erwachten, wenn ihr Puppenspieler sie „rief“ arbeiten nun gegen ihn.“ Die Geschichte spielt in London. Dichter Nebel liegt über der Stadt. Die Menschen haben Angst. Denn man hört von unheimlichen Morden. Opfern mit seltsamen Kratz- und Bisswunden….

Die wandelbare Stimme von Gerd J. Pohl erweckt Jason Darks Geschichte um „die lebenden Puppen des Gerald Pole“ zu unheimlichem Bühnenleben. Er schafft es mühelos mit seiner Lesung die zahlreichen Zuhörer zu fesseln. Schauerliche Momente, verwirrende Augenblicke, zarte Gedanken - Gerd J. Pohl meistert mit Ausdruck, starkem und zartem Stimmeinsatz jede Romanszene.

Bisher kenne ich nur Kapitel Nr. 1 des Romans „Die lebenden Puppen des Gerald Pole“ aus der Serie „Geisterjäger John Sinclair – die große Gruselserie von Jason Dark. Furchtbar/fruchtbar ist die Zusammenarbeit von Puppenspieler Pohl und Geisterjäger John Sinclair. „Was hat Puppenspieler Pole wohl verbrochen“, dass ihn seine Puppen verfolgen. Oder ist es ganz anders? Offene Fragen! Trotzdem, ich bleibe zuversichtlich, dass es Antworten für mich gibt, habe ich die letzte Seite des Romans gelesen. Leider wurde nichts verraten über den Ausgang der Story. Auch nicht in den lebhaften Gesprächen, die Gerd J. Pohl an diesem Abend mit Malerin Edith Bartha (sie hat das das aktuelle - geheimnisvoll-spannende - John-Sinclair-Cover gestaltet), Dr. Florian Marzin (Bastei-Verlag) und Autor Jason Dark führte.

Edith Bartha, Jason Dark und Gerd J. Pohl standen nach der Lesung für Fragen und Autogrammwünsche zur Verfügung.

Autor JASON DARK ist mit rund 350 Millionen verkauften Exemplaren der auflagenstärkste Schriftsteller Deutschlands, seine Romanreihe „Geisterjäger John Sinclair“ erscheint seit 1978 im Bastei-Verlag und ist die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Jede Woche sitzt der Autor an seiner manuellen Schreibmaschine und lässt „umweltfreundlich“ – „stromfrei“ seine Finger über die geliebten Tasten tanzen. Jetzt erweckt die wandelbare Stimme von GERD J. POHL Jason Darks Geschichte um „die lebenden Puppen des Gerald Pole“ zu unheimlichem Bühnenleben.

Gerd J. Pohl ist Schauspieler und gehört „als Rezitator zu den besten seiner Zunft“ (Rheinische Post). Mit seinen phantastischen Literaturprogrammen (u.a. mit Texten von Edgar Allan Poe, Bram Stoker und H.P. Lovecraft) trat er in vielen renommierten Theatern auf, unter anderem im Forumtheater Unterhaus in Mainz, im Halb-Neun-Theater in Darmstadt, im PATAT in Michelstadt und im Haus der Springmaus in Bonn. Pohl leitet das Figurentheater von Bergisch Gladbach und stand als Puppenspieler Modell für die Titelfigur aus Jason Darks neuem Roman.

Malerin Edith Bartha - hat das aktuellen John-Sinclair-Cover gestaltet. Sie ist Mitglied der Bergischen Kunstgruppe „die artler“. Bietet Mal/Zeichenkurse an und arbeitet auch als Dozentin. E. Bartha wurde nach erfolgreicher Teilnahme am 5. Europäischen Künstlerwettbewerb von der Europa Union Deutschland zur „Europa Künstlerin“ ernannt.
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