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Bensberg und Region - Ansichten - Aussichten - Ereignisse |
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Nicht nur Reisen inspirieren Marlies Herrmann – Eindrücke malerisch umgesetzt |
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Bericht: August 2010
Collagen, zarte Stoffe, Muscheln, Straßenbelag,
Nebel und intensive Strukturen…..
Motive entstehen im Kopf. Sie bekommen Strukturen zum Beispiel durch das Betrachten von Fotografien, erlebten Reiseeindrücken oder durch Literatur. So die Schilderung von Marlies Herrmann – gesehen im Zusammenhang mit der in jüngster Vergangenheit entstandenen Collage „Muscheln im Sand“ (Muscheln, Acryl mit Spachtelmasse). Die 14 Säbelmuscheln, die in der Bildmitte dominieren sammelte die Künstlerin auf der Nordseeinsel Walscheren. “Muscheln im Sand“ der Inhalt des Buches von Anne Rivers-Siddons - fließt bei dieser Arbeit (90 x 120 cm) in die Interpretation mit ein.
Im Verlauf eines Jahres (2009/2010) entstanden rund 10 neue Arbeiten. So auch
„Farbreflexe im Dom“. Das 60x80 cm - in Acryl gefertigte Werk - hat eine Verbindung zum „Richter-Fenster“ im Dom zu Köln. Marlies Herrmann ging das Motiv nicht mehr aus dem Kopf. Bei einer Besichtigung der Kathedrale schaute sie immer wieder zum Richter-Fenster. Entstanden ist ein Werk von großer Bildtiefe, Gradlinigkeit der Formen und warmen Farben die leuchten - trotz einer auch geheimnisvoll, gedämpften Atmosphäre.
„Pagoden in Bagan“ und „Chinesisches Gebirge“ (beides Aquarelle) – sind in Verbindung mit Reiseerlebnissen entstanden. Zarte Farben, Nebelschwaden – aus dem geheimnisvollen Land aufsteigende Gipfel, Bauwerke lassen die fremdartige Stimmung aufleben.
Im Zusammenhang mit einer in Vorbereitung befindlichen Ausstellung entstand eine weitere Collage – „Zeche Zollverein“. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt), ansässig in Bensberg, wird die Arbeit der Refrather Malerin zeigen. Rot und Blau leuchten – Schlote, Eisenträger, Leiter – formen die Industrielandschaft. Diese wirkt mit ihrem transparenten Himmel freundlich – aber auch kraftvoll intensiv auf die Betrachter.
Die BaSt schafft mit einem als Pulver-Masse zur Verfügung gestellten „Straßenbelag“ einen direkten Bezug zu „Kunst und Technik“. Partikel verschmelzen hier mit den Materialien der Farbwelten.
Einige weitere „zarte“ Collagen sind in der Vergangenheit entstanden. Stoffe – Blüten – Blätter – finden sich wieder in den Werken „Rhapsodie in Lila“ und „Leichtigkeit des Seins“ . Da erstrahlt Gelb, leuchtet Lila und "Gewitterwolken ziehen über den Kongo".....
Fotos zu den Zeilen - siehe unter den Texten!
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Aus Septembr 2009
Ausstellung in der Gemeinschaftspraxis Drs. Tietze-Ludemann lief bis 30. September 2009
Impressionen aus Berlin Mitte, Venezianische Masken, Rhapsodie in Gelb - dies sind nur einige der Arbeiten, die Marlies Herrmann in den Räumen der Gemeinschaftspraxis Drs. Tietze-Ludemann, Refrath, Siebenmorgen 7, bis zum 30. September zeigte. Aquarelle, Pastell- und Acrylmalerei schmücken die Flure und konnten während der Öffnungszeiten der Praxis (Telefon 02204/23300) besichtigt werden.
Die Künstlerin lebt mehr als 30 Jahren in Refrath. Seit die studierte Bekleidungsingenieurin dem alltäglichen Berufsalltag im Familienbetrieb - Optikerfachgeschäft - den Rücken gekehrt hat, arbeitet sie meist mehr als fünf Stunden wöchentlich an ihren Bildern. Rund 50 Arbeiten sind so im Verlauf der vergangenen sechs Jahre fertig geworden. Die Werke entstehen in Aquarell- oder Acrylfarben bzw. Pastellkreide.
Mehrere Wochen beschäftigt sich die Malerin mit einem Motiv, bis es zufriedenstellend abgeschlossen ist.
Inspirationen von Reisen – unter anderem nach Australien und Burma – aber auch in die Bundeshauptstadt Berlin – fließen in die Motivwahl ein. So der „Tempel im Nebel“ entdeckt in Burma, oder die „Eindrücke aus Berlin“ – rund um den Potsdamer Platz mit Fernsehturm, und dem „entsorgten“ Kulturpalast aus DDR-Zeiten.
Ihrer Phantasie lässt die handwerklich überaus präzise und in der Darstellung lebendige Malerin gerne freien Lauf. Urlaubsfotos bringen zahlreiche Inspirationen für ein Motiv, erzählt Marlies Herrmann begeistert.
Doch es finden sich auch Motive, die Regionen wiederspiegeln, die noch nicht als Reiseziel anvisiert wurden. So die Reihe „Venezianische Masken“ . Eine große Anziehungskraft üben diese Gesichter auf die Betrachter aus. Feine Farbabstufungen, harmonische Gesichter – Urlaubswünsche werden lebendig. Venedig, so Marlies Herrmann steht ganz oben auf der Reisescala.
Nach dem Studium unterrichte Marlies Herrmann das Fach „Textiles Gestalten“ an einer Grundschule und erinnert sich noch heute gerne an diese Zeit der Arbeit mit den lebhaften und kunstinteressierten Kleinen. Heute freuen sich die Enkelkinder (Elisabeth 8 Jahre und Christian 6 Jahre) ganz besonders über das kreative Schaffen ihrer Oma. Denn das garantiert ihnen stets unterhaltsame - mit künstlerischem Werkeln ausgefüllte Stunden - bei den Großeltern.
Ein weiteres Tätigkeitsfeld muss in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden: Marlies Herrmann organisiert seit 3 Jahren interessante Exkursionen für den „Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums an der Universität zu Köln e.V. (fgs).“ Und so phantasievoll wie die Malerei sind auch die Touren, die auf begeisterte Resonanz stoßen.
Marlies Herrmann ist telefonisch zu erreichen
unter der Rufnummer: (02204) 66965
Fotos und Text: COPYRIGHT Helga Niekammer |
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