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ATELIERHAUS 24  - Aktuell arbeiten und kooperieren hier über 30 Künstler aller künstlerischen Genres.....

FLUCHTEN - Ausstellung in der Galerie des A 24 - Fotos von der Vernissage, siehe Link oben rechts!

Der Eintritt in die Welt der Fluchten ist strahlend – auf den ersten Blick. Sätze wie: „Dass uns die Zeit davonläuft, ist eine Illusion der „FLUCHT…“ – begleiten, in Handschrift notiert, das Hell rechts und links des Flures, bis unser Auge auf einen leeren Bilderrahmen trifft.

Ein NICHTS, so der aufkeimende Gedanke. Ein NICHTS, das eher die ICH-FLUCHT symbolisieren könnte, eine Verdrängung, die bis zur Auflösung der eigenen Wahrnehmung schweben kann. Gerade vor dieser Verdrängung warnt – und beschäftigt sich - die Ausstellung im A24.

So ermöglichen die Räume Einblicke in Ebenen der Flucht-Welten, von den Künstlerinnen in intensiven Facetten der Malerei, Objektkunst, Fotografie dargestellt.

Im hinteren Kunstraum, rechtes gelegen, geht es entspannt zu. Hier ist der Quell der Stärkung eingekehrt.

Eine schöne und stärkende Alternative mit Liegestuhl, Sonnenschirm und allerhand bestem Lesestoff. Aufgezeigt wird, von den 6 Künstlerinnen konzipiert, die entspannende Fluchtmöglichkeit, die der Mensch haben muss.
Hier ist es leichter, all die anderen - nicht schönen Dinge des Erlebten, oder des Zeitgeschehens - zu verkraften.

Hier gelingt es neue Energie zu tanken für das Leben mit seinen holprigen Stufen … in der die Zeit …. stetig läuft… Und in der es gelingen kann/sollte, die inneren Fluchten aus dem Dunkel ins „erledigt“ zu verschieben.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Pauly Lydia Czeranski, Irene Ehlers, Sigrid Fischer, Beatrix Rey, Rosemarie Steinbach-Fuß, Gamma Thesa Terheyden läuft bis zum 21. Mai.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr


Im Bild Szenen der Ausstellungseröffnung (7. Mai 2017)in der Galerie A24 im TechnologiePark in Moitzfeld. Fotos/Text: Helga Niekammer – www.bensberg-im-blick.de
VIDEO zur Ausstellung FLUCHTEN - Szenen der Präsentation
FOTOS - Vernissage Ausstellung FLUCHTEN im A24
Nachfolgend ein Textauszug aus der Hompage des Atelierhauses 24......Siehe rechts den Link auf die Seite...
Rechts sehen Sie Verweise auf die Website des A 24, sowie auf Fotostrecken und Videos zu verschiedenen Aktionen.

Die Galerie, wurden im Herbst 2007 von Karsten Panzer PerZan im TechnologiePark Bergisch Gladbach ins Leben gerufen. Aktuell arbeiten und kooperieren hier über 30 Künstler aller künstlerischen Genres, mit teils sehr verschiedenen Positionen zu Kunst und Leben. Und sicher auch mit unterschiedlicher Professionalität, aber gerade diese Mischung erzeugt eine besonders produktive Dynamik. Mit den Bereichen Malerei, Fotographie, Installation, Skulptur, Glaskunst oder Tanz sind dabei fast alle Gattungen künstlerischen Schaffens präsent.
In der angeschlossenen Produzentengalerie A24 stellen nicht nur die Künstlerinnen und Künstler des Atelierhauses ihre aktuellen Arbeiten aus, sondern sie wurde inzwischen auch zu einer vielbeachteten Anlaufstelle für Künstlergruppierungen aus der Region, aber auch aus dem ganzen Land und sogar für internationale Künstler .
Fotostrecke -50.te Aussrtellung A 24 - Vernissage Ausstellung GANZ / BRANDS im TBG
A 24 - im TBG - Haus 24
www.kunst-im-a24.de/
A24 - in bewegten Bildern - Video-Szenen von Bensberg-im-Blick
Video - Vernissage 50. Ausstellung im TBG - Ehrung Karsten K. Panzer - September 2015
VIDEO - Neue Fassaden-Gestaltung am A 24 - 6.9.2015
Ausstellung in der Galerie A 24 - "Zwei Blickwinkel" - Malerin Birgit Voos-Kaufmann und Fotograf Wolfgang HundhausenArbeiten von
Details zu den Künstlern und ihren Arbeiten finden Sie unter dem Link - siehe rechts.
Hier ist auch der Link auf ein Fotoalbum der Vernissage (Fotos: Helga Niekammer)

AUSSTELLUNG: GALERIE IM ATELIERHAUS A24
THEMA: "ZWEI BLICKWINKEL"

Eröffnet wurde die Ausstellung am Donnerstag, den 2. Februar durch Karsten K. Panzer PerZan.

Die Arbeiten von Birgit Voos-Kaufmann (Malerei) und Wolfgang Hundhausen (Fotografie)
wurden bis zum 12. Februar gezeigt.
FOTOALBUM Vernissage "Zwei Blickwinkel" - Ausstellung in der Galerie A24
Ausstellung B. Voos-Kaufmann/W. Hundhausen im A 24
Besprechung zur Ausstellung von Klaus Pehle in der GL KOMPAKT
Text: Einführung in die Arbeiten durch Barbara Stewen
Licht und Schatten = Schattenseiten
Ausstellung im A24 mit Arbeiten von
Barbara Stewen und Sigrid Fischer


Die Sehnsucht des Menschen nach Licht kann bis in die früheste Menschheitsgeschichte zurückgeführt werden, als der urzeitliehe Jäger und Sammler die Gefahren der Dunkelheit zu fürchten hatte. Wenn man sich vor Augen führt , dass die Menschen vor Jahrtausenden völlig frei von heutiger hektischer Reizüberflutung waren, können wir nachempfinden, wie spiegelndes Wasser, das Leuchten der Gestirne, das Aufblitzen der Steine, aber auch die Licht-und Schatten der Naturgewalten auf sie gewirkt haben müssen. Die frühen Erdbewohner staunten über diese, von uns kaum noch wahrgenommenen Dinge, so wie ein Kind, das zum Beispiel zum ersten Mal einen Sternenhimmel betrachtet, oder im Dunkel allein gelassen wird.
Nacht, Dunkelheit und Nachtschatten bargen Gefahren. Der Mensch konnte nachts zur leichten Beute für Raubtiere werden, deren Sinneswahrnehmungen besser an die Dunkelheit angepasst sind als die des Menschen.

Im Norden wartete man sehnsüchtig auf den Frühling, mit ihm breitete sich das Licht aus, die Natur erwachte zu neuem Leben, wenn die harten, entbehrungsreichen und schattenreichen Wintermonate vorüberwaren.

Unverzichtbar ist für uns aber ist auch der Schatten, als Schutz vor grellem Sonnen-oder Kunstlicht, ist Anreiz zu Besinnung und innerer Einkehr.
Schattenseiten, was wollen wir in dieser Ausstellung verdeutlichen: Die dem Licht der Sonne abgewandte Seite? Die dunklen Seiten des Lebens, die jeder von uns kennt? Düstere Stimmungen, Ahnungen, die uns befallen, wenn wir das Gefühl haben, wie zurzeit, dass irgendetwas in unserer gesellschaftlichen Situation „ schief läuft“ und näher zu kommen scheint, uns direkt betrifft und bedroht?

Sigrid Fischer taucht in ihrer Präsentation "Helle Nächte" in geheimnisvolle Bilder ein, die in ihrer Erinnerung entstehen, im diffusen Licht zwischen Nacht und dem auf-kommenden Tag, Sommernächte in ihrer Heimat Schleswig -Holstein. Erinnerungen an kurze Intervalle der Dunkelheit und lange Zeiten der Dämmerung und des ersten Morgenlichtes. Dann lässt für sie das fahle, diffuse Licht bizarre Schatten entstehen, verzerrte Formen und fremde Farben.
„Diese Impressionen gebe ich in meinen Arbeiten wider", erklärt sie. "Ich denke dabei nicht an bestimmte Landschaften. Eher stehen für mich die Farbeindrücke im Fokus."

"Schlaflos"
Auch in diesen Arbeiten geht es um die Nacht - die Schattenseite des Tages -. Menschen in einer nicht benannten Großstadt sind spät unterwegs - oft vereinzelt –anonym. Ziel und Vorhaben sind für uns nicht erkennbar. Wir sehen nur einen ganz kleinen Ausschnitt ihres Weges. So bergen auch diese Arbeiten ein Geheimnis. Sie lassen Raum für eigene Interpretationen und Erinnerungen.
In der Installation "Vögel der Nacht" verdeutlicht die Zeit oft besonderen Ideen und Phantasien zwischen Schlaf und Wachsein, ist von ihnen geprägt. Zu dieser Zeit fliegen auch Ängste und Erinnerungen heran, die belasten und Sorgen bereiten. Die nächtlichen Vögel sind für Sigrid Fischer Symbol dieser Sorgen.
Das Nest mit Pistolen zeigt die ständig wachsende Aggression. Diese brütet neue Aggressionen aus und wird durch die blauen Nistkästen verdeutlicht. Blau ist hier die vorherrschende Farbe, die Farbe für Schlaf und Traum hier für einen Albtraum -weil es um Bedrohung geht, und um Erinnerung an Krieg.

Auf der Schattenseite des Lebens zu sein, bedeutet, oft auch zeitlich begrenzt, kein Glück, und nicht gerade die beste Grundlage für ein gemütliches Leben zu haben.
In meiner Installation Zaungäste möchte ich auf die Schattenseiten einer Familie eines Flüchtlingstrecks hinweisen. Diese, auf Wellpappe gezeichnete Flüchtlingsfamilie begegnet uns hautnah in einem Raum, hinter einem rostigen, abweisend anmutenden Zaun. In der Erinnerung der Flüchtlinge tauchen - im Bild gegenüber - die Opfer dieser Flucht auf; ertrunken, verdurstet, durch Waffengewalt getötet. Können wir ihre Gedanken lesen? Sind sie willkommen, fühlen sie sich ausgegrenzt, sehnen sie sich nach diesen Strapazen wieder in ihre Heimat zurück, fort aus der Kälte des Winters und der Isolation?
"Zerbrechlich", ein anderer Raum, in dem wir Ruhe und Stille finden können. Nur drei Arbeiten: ein fragiles Mädchenbild, das auf Verletzungen weisen kann, dann das Schattenantlitz einer Frau -eine Impression aus Vergänglichem - und eine rostige Hafenstele aus Hörnum mit einem zarten Blattgespinst, das den Winter der Gezeiten überlebt hat, und einen Sonnenstrahl auffängt.
Der ernste Blick eines Kommunionkindes trifft uns im Flur. Seine innere Verletzung, sein Leid, spiegelt sich in einem Mal auf seiner Stirn.
Im benachbarten, abgedunkeltem Raum erblicken wir einen altarmäßigen Aufbau mit dem Titel "Lasset die Kindlein zu mir kommen": Dem Kitsch der wohlmeinenden Heiligenbilder wird der Schmerz misshandelter und vernachlässigter Kinder entgegengesetzt. Nie war die Not misshandelter, vernachlässigter und verarmter Kinder so groß wie zurzeit, nicht zuletzt auch durch die vielen Kinder in der Dritten Welt und aus den Flüchtlingsgebieten.

Der Altar zeigt eine heile Welt" schön und kitschig. Die beiden Seitenaltäre widersprechen diesem Anschein durch Dokumente leidender Kinder. Es ist nicht Gott, nicht die Schöpfung, die verantwortlich ist! Wir sind es, die achtsam mit den jungen Menschen, die unsere Zukunft sein sollen, umgehen müssen.
Im kalten Licht des kargen Raums ein Glasschrein, angefüllt mit weißen Federn, dem Symbol für zarte Kinderseelen. Kinder einer Sonderschule haben in den durchsichtigen Kugeln Wünsche und Ängste niedergeschrieben, und Luke und Lisa, Kinder aus meiner Nachbarschaft, haben die Wünsche in diesen "Zauberkugeln" mit kleinen Bildern illustriert.
Fazit: Vielleicht können wir Künstler durch das Sensibilisieren ein wenig Licht in die Schattenseiten fließen lassen. Laut Platon sind die Schattenseiten das innere Spiegelbild des Menschen, unseres eigenen Ichs, das wir aber selbst erkennen sollten. Damit ist nicht das "Ichverliebte" eigene Spiegelbild gemeint. Über dem Altar, jedoch sehr hoch, ist ein Spiegel angebracht. Wer sich strecken und recken möchte, kann hineinschauen.

Barbara Stewen 12.3.2017

Katalog zur Ausstellung
FOTOS von der Vernissage
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